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Kryptologie (Vorlesung 9)

Skript-AnfangSkript – Seite 36
Skript-EndeSkript – Seite 37

Instanzauthentisierung

  • „Ist mein Gegenüber derjenige, der er vorgibt zu sein“ → Schutzziel Authentizität (Siehe Definition 1.3)
  • Beweisender (derjenige, der sich authentisieren will) weist dem Prüfer den Besitz eines Geheimnisses nach
  • Typisches Beispiel: Benutzername und Kennwert

Challenge Response Verfahren

  • Siehe Abbildung 6.1
  • Kommt z.B. bei SSL und HTTPS zum Einsatz

Grundlage (kryptographische Primitive) – Verfahren zur Datenauthentisierung

Nutzung von symmetrischen Verfahren (MAC)

  • Zu P und B muss vorab ein symmetrischer Schlüssel ausgetauscht werden
  • B weist im Rahmen des Protokolls nach, dass er den Schlüssel kennt ohne diesen zu übermitteln

Nutzung von asymmetrischen Verfahren (Signatur)

  1. B nutzt zur Berechnung der Prüfsumme seinen geheimen Schlüssel
  2. P prüft mittels zugehörigem öffentlichen Schlüssel
  3. P muss den öffentlichen Schlüssel dem B zuordnen können (benötigt Public-Key-Infrastruktur)

Wichtig

  • Schlüssel für Datenauthentisierung und Instanzauthentisierung müssen verschieden sein

Angriff

  • Angreifer erzeugt eine Nachricht m und bildet M(m) = r
  • Angreifer fordert B zur Authentisierung auf und sendet r
  • B berechnet die Prüfsumme c
  • B sieht nicht, ob r Zufall oder Hashwort einer Nachricht ist
  • Beim Angreifer liegt eine von B korrekt signierte Nachricht vor

Schlüsseleingangsverfahren

  • Ziel ist es den Austausch bzw. die Einigung von Schlüsseln über unsichere Kanäle sicher zu gestalten
  • Beispiel:
    1. A möchte B ein Geheimnis schicken
    2. Fährmann F ist aber nicht vertrauenswürdig
    3. A sichert Kiste mit Schloss 1
    4. F übergibt Kiste an B
    5. B sichert mit Schloss 2
    6. F übergibt Kiste an A
    7. A öffnet Schloss 1
    8. F übergibt B die Kiste
    9. B kann die Kiste öffnen
  • Das Verfahren ist jedoch nicht sicher, da A nicht weiß (sobald er F aus den Augen verliert) ob F nicht das Schloss 2 anbringt und sich als B ausgibt → Man in the Middle
  • Über authentische Schlösser ist gewährleistet, dass Schloss 2 zu B gehört

Mögliche Verfahren

  • Einsatz von symmetrischen und asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren
  • Regelmäßiger Austausch kryptographischer Schlüssel, um Folgen von Schlüsselkompromittierungen gering zu halten
  • Neue Idee:
    • Diffie-Hellmann-Schlüsseleingangsverfahren (Diffie-Hellmann, Meckle)
    • Das Verfahren beruht auf der vermuteten Schwierigkeit des Diskreten Logarithmusproblems in bestimmten Gruppen.

Diskretes Logarithmusproblem

  • Eingabe: Zwei Zahlen g, h ∈ G
  • Ausgabe: logah, d.h. x ∈ ℕ mit gx = h
  • Eine Gruppe G heißt kryptographisch stark, wenn das DL-Problem in G praktisch nicht lösbar ist (Sicherheitsniveau 100 bit)
  • Für solche Gruppen ℤp* = {1 , … , p-1}, p sehr große Primzahl (a * b = a * b mod p)
  • Eigenschaften:
    • Diese Gruppen sind zyklisch, d.h. es gibt g ∈ ℤp* mit {gn, n ∈ ℕ} = {1, 2, … , p-1}
    • g ist dann Erzeuger der Gruppe insbesondere ℤp* = {gn, ≤ n ≤ p-1}
  • Beispiele:
    • 5* = {1, 2, 3, 4}
    • 31 = 3 mod 5
    • 32 = 9 = 4 mod 5
    • 33 = 27 = 2 mod 5
    • 34 = 81 = 1 mod 5
    • 2 und 3 sind Erzeuger
    • 1 und 4 sind keine Erzeuger (können alle Zahlen erzeugen)

Angriff

  1. Öffentlich bekannt gx, gy, g
  2. Angreifer berechnet logg(gx) = x
  3. Angreifer berechnet (gy)x = gxy

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